Der erste Vorteil einer Wasseruhr gegenüber einer Sonnen-Uhr liegt darin, dass die Zeit auch bei schlechten Witterungsverhältnissen (keine Sonne) ermittelt werden kann. Der zweite Vorteil besteht darin, dass die Uhren in geschlossenen Räumen und zur jeder Tages- und Nachtzeit abzulesen waren. Allerdings nicht im Minuten- oder Sekundenbereich, sondern man ermittelte die Zeit in Stundenbruchteilen.
Bereits 1500 Jahre vor Chr. begannen die Ägypter mit den Bau einer Wasseruhr. Chinesen und Griechen entwickelten die ersten Wasseruhren weiter.
Das Grundprinzip besteht darin, dass von dem oberen Behälter Wasser durch ein Loch im Boden in den unteren Behälter fließt. Wichtig ist, dass die Wassermenge je Zeiteinheit immer gleich ist.
Ein chinesischer Mönch entwickelt das Modell der Wasseruhr weiter. So konnten mit Hilfe mehrerer Mechanismen, die Umlaufbahnen des Mondes und der Sonne nachgestellt werden.
Das war im Jahre 725. Fast unvorstellbar, wozu damals die Menschen mit ihrem Wissen fähig waren. Als Experiment eignet sich ein kleiner Eigenbau am Strand, vielleicht bei einem Urlaub auf der Insel Rügen.
1982 entwarf ein Franzose die 13 Meter hohe Uhr der fließenden Zeit. Sie steht im Europa-Center in Berlin. Als Wasseruhren bezeichnet man auch fälschlicher Weise die Wasserzähler. Man findet sie in jeder Wohnung auch in Ferienwohnungen auf Rügen. Sie messen nicht die Zeit sondern die durchgeflossene Wassermenge.
Zusatzinformation aus Wikipedia (Kulturelle Ausbreitung):
Das Funktionsprinzip wird seit mehreren Jahrtausenden in zahlreichen Kulturen genutzt, insbesondere von Griechenland bis nach China. Die jeweiligen Umsetzungen sind teils kompakt und einfach, können aber auch sehr groß sein und mit zusätzlichen, aufwendigen mechanische Komponenten versehen sein.